Trockenheit

Schnelle Hilfe aus Berlin


Brache in Sachsen
-- , Foto: Georgia Massimi
Brache in Sachsen

Die Hilfe für Tierhalter in Not ist schnell und umkompliziert. Selbst der bürokratische Aufwand, um die Verordnungen zum Greening in Deutschland zu ändern, ging innerhalb von wenigen Tagen vonstatten. Bundesminister Schmidt hat heute die Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung, der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung und der InVeKoS-Verordnung unterzeichnet.

Damit können die Bundesländer in Gebieten, in denen aufgrund außergewöhnlicher Umstände wie der aktuellen Trockenheit nicht ausreichend Futter zur Verfügung stehen wird, Ausnahmeregelungen erlassen. Sie haben jetzt die Ermächtigung, ab dem 1. Juli des Antragsjahres zuzulassen, dass auf Brachflächen, die als ökologische Vorrangflächen für das Greening vorgesehen waren, Tiere weiden dürfen oder zur Futtergewinnung nutzen. Allerdings geht das nicht ohne Antrag. Den müssen die Landwirte bei den Landesämtern stellen.

Greening-Ausnahmen in Bayern

Bayern hat dazu heute als eines der ersten Bundesländer eine Greening-Ausnahme für geschädigte Betriebe erteilt. Trockenheit und Hagelschäden haben in einigen Regionen Bayerns zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Futterversorgung geführt. Landwirte dürfen ab sofort brach liegende Flächen oder Feldränder, die als ökologische Vorrangflächen beantragt wurden, beweiden lassen.

Generell und ohne weitere Abstimmung gilt die Regelung in den stark betroffenen Landkreisen und Kreisfreien Städten Aschaffenburg, Bad Kissingen, Bamberg, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt, Tirschenreuth und Würzburg. Zulässig ist auch eine Weitergabe im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an Dritte. Wenn für die betreffenden Flächen zusätzlich Agrarumweltmaßnahmen beantragt wurden, muss die Futternutzung vorab mit dem zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) abgestimmt werden. (da)

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