Ankündigung

Schnelles Geld für bayerische Bauern


Mitte November ist zunächst die Auszahlung der Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten sowie der Prämien für die vor 2015 beantragten Agrarumweltmaßnahmen geplant. Das hat Agrarminister Helmut Brunner (CSU) in München angekündigt.

„Trotz umfangreicher und zeitaufwendiger Neuerungen im ersten Jahr der EU-Förderperiode wird der Freistaat den allergrößten Teil der Gelder noch heuer anweisen“, sagte der Minister. Für die Verwaltung sei das ein gewaltiger Kraftakt. Noch vor Weihnachten sollen dann, vollständig und nicht nur abschlagsweise, die Direktzahlungen an die Landwirte sowie die Prämien für die Kulap-Maßnahmen zur extensiven Grünlandnutzung der neuen Förderperiode folgen. Damit können die bayerischen Bauern laut Brunner noch 2015 mit rund 90 Prozent der Flächenprämien rechnen. Alle übrigen Zahlungen aus dem Kulturlandschafts- (Kulap) und dem Vertragsnaturschutzprogramm sollen dem Minister zufolge ab Ende Januar 2016 in mehreren Tranchen rasch angewiesen werden.

Bio-Betriebe nicht benachteiligen

Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) kritisiert die Ankündigung Brunners. Von der späten Auszahlung für die im Jahr 2015 abgeschlossene Öko-Kulap-Verträge seien fast alle langjährigen Öko-Betriebe und alle Neueinsteiger in Bayern betroffen, stellt der LVÖ-Vorsitzende Josef Wetzstein fest. Dies stoße bei den Öko-Bauern auf massive Kritik. Das Vorgehen überrasche die Öko-Bauern besonders, weil Landwirtschaftsminister Brunner erst Anfang September 2015 eine Auszahlung im Herbst 2015 in Aussicht gestellt habe. „Die Auszahlungen aller Öko-Prämien müssen pünktlich erfolgen und dürfen nicht um mehr als drei Monate verschoben werden“, so Wetzstein. (SB)
stats