Digitalisierung

Schnelles Netz wächst zu langsam

Im weltweiten Vergleich habe sich Deutschland im Ausbau der digitalen Infrastruktur in den vergangenen Jahren "vorsichtig ausgedrückt mit am zurückhaltendsten verhalten", sagte die Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär, am Mittwoch in Berlin. Im Rahmen einer Veranstaltung der CDU/CSU Bundestagsfraktion zur Zukunft der Ländlichen Räume verwies Bär auf neue Maßnahmen ihrs Hauses. Es sei deutlich geworden, dass der Rückstand in der Infrastruktur die wirtschaftliche und damit gesellschaftliche Entwicklung der ländlichen Räume sehr einschränke. Dies werde das zuständige Ministerium in Abstimmung mit anderen Ressorts ändern und dafür umfassende finanzielle Mittel bereitstellen.  

Eine deutschlandweite Internet-Versorgung mit einer Übertragungsrate von 50 Mbit/sec können sie bis zum Jahr 2018 zusagen, so Bär. Auch bestehe Einigkeit darüber, ein flächendeckendes Mobilfunknetz nach dem "5G-Standard" aufzubauen. Die ländlichen Räume seien sehr bedeutend für die gesamte Entwicklung in Deutschland, sagte. Dies betreffe auch die Landwirtschaft, darüber hinaus aber noch "viel, viel mehr", sagte Bär. Die Geschwindigkeit der Entwicklung hin zu einer digitalisierten Gesellschaft sei in der Politik in der Vergangenheit vielleicht auch unterschätzt worden. Dieser Tatsache werde nun entschieden begegnet werden, betonte die Politikerin. (jst)
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