Bundestagswahl 2017

Schulz gesteht Niederlage ein

"Wir haben unser Wahlziel verfehlt und die Bundestagswahl verloren", gesteht Schulz vor Parteifreunden in Berlin am Abend ein. "Wir werden für Toleranz und Respekt für die nächste Wahlperiode in der Opposition kämpfen", sagte Schulz eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale. Das SPD-Ergebniss erreichte nach dem amtlichen Endergebnis 20,5 Prozent.

Die SPD will nach ihrer bitteren Wahlniederlage und die dritte in Folge in die Opposition gehen. Dies bestätigte der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kurz nach der Schließung der Wahllokale. "Das Ergebnis ist kein Regierungsauftrag", sagte Heil. Die SPD will Verantwortung in der Opposition übernehmen. Kanzlerkandidat Schulz wird auf Unterstützung seiner Partei rechnen können und den Übergang in die Opposition regeln. Oppositionsführer will er jedoch nicht werden, als SPD-Parteivorsitzender sei er derzeit anerkannt. Die bisherige SPD-Ministerin für Arbeit, Andrea Nahles, ist als neue Fraktionsvorsitzende im Gespräch. "Die Große Koalition ist heute abgewählt worden", bestätigte Stefan Weil, Ministerpräsident in Niedersachsen. In diesem Bundesland gibt es am 15. Oktober vorgezogene Landtagswahlen. (da)
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