Schleswig-Holstein

Schutz von Dauergrünland


Weitreichende Folgen erwarten Landwirte vom neuen Landesnaturschutzgesetz. Kernpunkte dessen sind ein gesetzlicher Schutz des Dauergrünlands, ein Vorkaufsrecht des Landes für ökologisch wertvolle Naturflächen, eine Erhöhung von miteinander zu verbindenden Vorrangflächen für Natur auf 15 Prozent sowie ein erweiterter Schutz der Biotope. Neu im Gesetz sind auch Wildnisgebiete.

Wenig Zustimmung in der Landwirtschaft

Darüber hinaus sieht das Landesnaturschutzgesetz einen Gewässerschutzstreifen vor. Für bereits geplante, weit vorangeschrittene Bauprojekte gibt es Übergangsfristen und Ausnahmen. Auf wenig Zustimmung in der Landwirtschaft stößt der Schutz von Dauergrünland. Etwa 344.000 ha sind davon betroffen.

Auch das Landesjagdgesetz wurde geändert. Demnach erhalten Personen die Möglichkeit, aus ethischen Gründen ihre Flächen zu befriedeten Bezirken zu erklären. Zudem wird das Jagen in Jagdgattern verboten. Diese Regelung hatte auch der Agrarausschuss in seine Beschlussempfehlung aufgenommen.

Bei dem Gesetzgebungsverfahren waren über 60 Verbände angehört worden. Viele Argumente wurden in der Überarbeitung berücksichtigt, sagte Agrar- und Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen). Der Vertragsnaturschutz bleibe wie bisher bestehen. (da)
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