Milchwirtschaft

Schwankungen am Markt akzeptieren

Die Milcherzeuger in Europa bekennen sich zum Markt, so Udo Folgart, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Berlin.  In einer Stellungnahme nach einem Treffen mit der Milchbeobachtungsstelle der EU-Kommission in dieser Woche verwies er auf das vergangene gute Milchwirtschaftsjahr und den langfristig positiven Nachfragetrend am internationalen Milchmarkt. Aus den Marktschwankungen der Vergangenheit hätten die Milcherzeuger gelernt, mit Kostenanpassungen in der Produktion und Umstellungen im Herdenmanagement sich auf neue Situationen einzustellen.

Auch die Molkereien seien dabei, ihre internationalen Märkte weiter auszubauen. So könne Marktschwankungen besser begegnet werden, meint Folgart. Das derzeitige Embargo Russlands habe gezeigt, dass eine Diversifizierung im Exportgeschäft von großer Bedeutung sei. Aus Gesprächen mit Kollegen in europäischen Nachbarländern habe er erfahren, dass den Milcherzeugern in Europa ihre unternehmerische Freiheit sehr wichtig sei. Sie würden über ihre Milchmengenproduktion in Zukunft selbst entscheiden wollen, so Folgart. (jst)
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