Kastenstand

Schweinehalter fordern Planungssicherheit

Der Erlass des Hessischen Landwirtschaftsministeriums zur Kastenstandhaltung von Sauen mache die große Unsicherheit deutlich, heißt es in einer heutigen Stellungnahme der ISN. Ein mögliches unbedachtes Handeln der Behörden und der Politik in dieser Frage stelle einen "Großteil der Ferkelerzeugerbetriebe vor eine schier nicht zustemmende Aufgabe" und könne damit zwangsläufig für viele zur Aufgabe dieses Betriebszweigs führen.


Als wichtigen Aspekt in dem Erlass bezeichnet die ISN den Hinweis auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bei der Anordnung von Maßnahmen. Dies bedeute im Umkehrschluss, dass die Ferkelerzeuger angemessene Umsetzungsfristen benötigen, um diese Herausforderung überhaupt bewältigen zu können. Für bestehende Stallanlagen seien ausreichend lange Übergangsfristen unerlässlich um einen drohenden enormen Strukturwandel in der deutschen Ferkelerzeugung zu vermeiden. 

Aktuell fänden nicht nur in Hessen Gespräche auf verschiedensten Ebenen statt um sinnvolle Lösungen für die Umsetzung des Kastenstandurteils zu erarbeiten, so die ISN. Nun sei auch das BMEL am Zuge "bevor der Flickenteppich von weiteren Regelungen voran schreitet", heißt es weiter.  Bereits auf der Agrarministerkonferenz (AMK) im September 2016 sei das BMEL aufgefordert worden sich für eine EU-weite Regelung zur Haltung von Sauen in Kastenständen einzusetzen. (jst) 
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