Düngeverordnung

Schweinehalter gegen Länderöffnungsklauseln


"Geplante Länderöffungsklauseln lehnen wir klar", so der Heinrich Dierkes, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) am Dienstag in Münster. Daraus könnte ein fachlich nicht zu begründender Flickenteppich in Deutschland entstehen, sagte er auf der Jahresmitgliederversammlung der Organisation.

Was mit der Verordnung auf die Schweinehalter zukomme, sei nur schwer zu verkraften. Besonders die Begrenzung der Phosphat-Düngung auf nur 75 oder 50 Prozent der Nährstoffabfuhr bei gut versorgten Böden sei aus deren Sicht nicht hinnehmbar. Gut versorgte Böden seien die Basis für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Diese zu kargen Böden zu machen, sei dagegen nicht nachhaltig, betonte er. 


Alle Tierhalter hätten ein großes Interesse daran, dass jenen, die nicht ordnungsgemäß Gülle und Gärreste abgeben oder damit düngen, "das Handwerk gelegt wird". Niemand habe das Recht, den Boden zu überdüngen und das Grundwasser zu schädigen. Jedoch seien Lösungen aus der Wirtschaft die einzige Möglichkeit, um die Akzeptanz der Gesellschaft zurückzugewinnen und gleichzeitig den unternehmerischen Freiraum für die Schweinehalter zu schaffen. Nur so könnten sie ihre Eigenverantwortung behalten. (jst)
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