Unternehmensergebnisse

Schweinehalter im Südwesten leiden

Die Unternehmensergebnisse der landwirtschaftlichen Betriebe im Südwesten geben Anlass zur Sorge. Denn die ohnehin niedrigen Einkommen einzelner Betriebszweige, wie beispielsweise in der Veredlung, sind weiter gesunken, beklagt Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbandes (LBV). Anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2015/16 warnt Rukwied vor einem Strukturbruch vor allem in der Ferkel- und Schweinehaltung: „Ändert sich nichts an der Einkommenssituation unserer Bauern, dann verlieren wir einen wichtigen Teil der regionalen Erzeugung im Land.“

Das Ergebnis sank im Wirtschaftsjahr 2015/16 in den landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben im Durchschnitt um 0,8 Prozent auf 35.135 €. Somit stagnieren die Einkommen der Betriebe auf niedrigem Niveau, denn schon im Vorjahr waren die Ergebnisse bereits um fast ein Drittel zurückgegangen. In der Produktion von Ferkeln und Mastschweinen müssen die Betriebe 2015/2016 noch einmal ein Minus von 20,0 Prozent verkraften, im Ackerbau von 10,3 Prozent, im Futterbau (ohne Milch) von 6,7 Prozent und im Gemischtbetrieb von 3,9 Prozent. In der Milcherzeugung gab es ein Plus von 2,3 Prozent, im Weinbau von 6,5 Prozent und im Obstbau von 12,3 Prozent. (SB)
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