Ferkelverluste

Schweinehalter kontern Grünen-Kritik

Die Thüringer Grünen sehen Defizite bei den Haltungsbedingungen für Schweine und begründen ihre Kritik mit zu hohen Verlusten in der Ferkelaufzucht. Verluste von 14 Prozent sind nach Meinung des grünen Landtagsabgeordneten Olaf Möller nicht vertretbar. Bei der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (IGS) in Thüringen stößt diese Argumentation auf Unverständnis und Kritik. Mit einer Verlustrate von 14 Prozent liege Thüringen immerhin zwei Prozentounkte unter dem Bundesdurchschnitt, teilte der Verband mit.

Zeichen für hervorragende Tierbetreuung

„Die Thüringer Ferkelerzeuger arbeiten mit einem sehr hohen Maß an Sorgfalt und Fachkenntnis bei der Betreuung und Aufzucht der Tiere und befinden sich im nationalen und internationalen Vergleich an der Spitze“, so die IGS weiter. Ferkelverluste von durchschnittlich 14 Prozent seien ein Indikator für umgesetzte Zucht auf Vitalität, hervorragende Tierbetreuung und ein ausgefeiltes Betriebsmanagement. Ein hoher Teil der auftretenden Verluste sei biologisch nicht vermeidbar. Die Relation werde besonders deutlich beim Vergleich mit der artgemäßen Haltung in freier Natur: In Freiheit würden 50 bis 70 Prozent der geborenen Ferkel im Laufe ihrer Entwicklung sterben.

Messestand bei den Grünen Tagen Thüringen

Die IGS Thüringen lädt alle Politiker und Verbraucher dazu ein, sich anlässlich der „Grünen Tage Thüringen“ vom 16. bis 18. September auf der Messe in Erfurt am Gemeinschaftsstand in Halle 3 zu informieren. An allen drei Tagen stehen Schweinehalter, Berater und neutrale Experten zu allen Fragen rund um das Schwein Rede und Antwort. Am „Schweinemobil“ kann über Haltungsfragen, Tierwohl und Zuchtstrategien diskutiert werden. „Es ist besser, miteinander zu reden, als übereinander“, meint die Interessengemeinschaft. (SB)
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