Das Vorgehen der EU-Kommission, die Entscheidung über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat für weitere 15 Jahre zunächst zu vertagen, hält das Agrarressort in Mecklenburg-Vorpommern für begrüßenswert. Eine wissensbasierte Einschätzung über die Chancen und Risiken von Glyphosat braucht Zeit und eine gründliche Prüfung, so Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) am Mittwoch: „Schnellschüsse sind in dieser Frage nicht angebracht und würden die Öffentlichkeit, vor allem die Verbraucher, nur weiter verunsichern“, sagte Backhaus am Mittwoch.

Backhaus hält weitere großflächige Studien zur Umweltwirkung von Glyphosat für erforderlich und sieht den Bund in der Pflicht: „Der Bund wäre daher im Vorteil, wenn er eine groß angelegte, unabhängige Studie hierzu in Auftrag geben würde“, so der Minister. Er kündigte zudem an, das Thema Glyphosat auf den Agrarministerkonferenzen (AMK) im April und September, für die Mecklenburg-Vorpommern den Vorsitz hat, in den Fokus zu rücken. (az)
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