Vogelgrippe

Schwerin meldet neuen Fall


Mit der Einrichtung eines Sperrbezirks von 3 km und einem Beobachtungsgebiet von 10 km rund um Anklam im Landkreis Vorpommern-Greifswald reagiert das Landwirtschaftsministerium auf den jüngsten Fall von Vogelgrippe. In diesen Gebieten gelte von nun an ein Aufstallungsgebot, teilte das Ministerium heute Nachmittag mit. Darüber hinaus sei es ab sofort untersagt, Geflügelprodukte in Verkehr zu bringen. In dem Sperrbezirk im 3-km-Radius seien 159 Haltungen mit circa 3.200 Tieren, in dem Beobachtungsgebiet gut 900 Haltungen mit insgesamt rund 51.000 Tieren von den Sicherheitsvorkehrungen betroffen.

Zudem erfolge eine risikoorientierte Untersuchung der Umgebung rund um den Ausbruchsbetrieb. Zu den Risikofaktoren gehören den weiteren Angaben nach die Distanz zum Betrieb sowie die Art und Größe der Haltung. Von einer Tötung in dem Sperrbezirk sehen die Behörden derzeit ab, da es sich bei dem jüngst betroffenen Betrieb um einen nicht erwerbsmäßigen Betrieb handele, der keine tierischen Produkte in den Handelsverkehr brachte.

Risikogebiete
Nach aktuellem Stand zählen die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen, Rostock, Ludwigslust-Parchim, Nordwest-Mecklenburg und Vorpommern- Greifswald zu den Risikogebieten. Rund um Anklam wurde nach dem jüngsten Fall ein Sperrbezirk von 3 km und ein Beobachtungsgebiet von 10 km errichtet. az
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde der H5N8-Fall in der Kleinstgeflügelhaltung mit 2 Gänsen, 27 Enten und 21 Hühnern festgestellt. Die Tötung der Tiere ist nach Ministeriumsangaben eingeleitet, die epidemiologischen Untersuchungen seien angelaufen. Das Aufstallungsgebot in den übrigen Risikogebieten gilt aufgrund des neuen Fundes weiterhin. Wildvögeln darf kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben.

Die Ursachenforschung steht nach Angaben des Ministeriums noch ganz am Anfang. Sicher sei, dass die Tiere Kontaktmöglichkeiten zu Wildvögeln hatten, sodass dieser Eintragsweg des Vogelgrippevirus als wahrscheinlich gilt. (pio)
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