Tiergesundheit

Seuchenforscher arbeiten enger zusammen

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems und das in Paris anssässige Institur Pasteur werden bei der Erforschung und Diagnostik von Tierseuchen und zwischen Menschen und Tieren übertragbarer Krankheiten(Zoonosen) enger kooperieren. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten heute in Paris der Präsident des FLI, Prof. Thomas C. Mettenleiter uns sein französischer Amtskollege Prof. Christian Brechot. Der Vertrag gelte zunächst für zwei Jahre mit der Option auf Verlängerung, teilt das FLI mit.

Durch die Vereinbarung soll die bereits bestehende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tollwutforschung erweitert und ergänzt werden. Zu deren Gründern zählt Louis Pasteur, der Ende des 19. Jahrhunderts einen ersten Impfstoff gegen die Tollwut entwickelte. Nach ihm wurde das 1887 gegründete Institut benannt. Das FLI besteht seit 1910 als älteste speziell für die Virenforschung errichtet Forschungsstätte. An der Entwicklung der Köderimpfung von Füchsen gegen Tollwut war es maßgeblich beteiligt. Seit 2008 ist Deutschland anerkannt frei von der terrestrischen (Fuchs-)Tollwut, heißt es in der Mitteilung. (jst)
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