Afrikanische Schweinepest

Seuchengeschehen inzwischen unkalkulierbar

„Wir müssen mehr Klarheit über die Übertragungswege der Krankheit bekommen", erklärte EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis im EU-Agrarrat in Brüssel. Weil zwischen den bisherigen Fällen in Ostpolen und Litauen und den neuen Fällen in Tschechien mehrere 100 km liegen, kämen diesmal Wildschweine als Überträger kaum in Frage. Diesmal sei die Ansteckung auf den Mensch zurückzuführen, betonte Andriukaitis. Es bliebe aber unklar, ob die Erreger über infiziertes Schweinefleisch oder über Personen übertragen wurden.

Der Kommissar forderte die EU-Mitgliedstaaten auf, die Einfuhr von Lebensmitteln stärker zu kontrollieren und Jäger, Veterinäre und Schweinehalter besser zu informieren. Die Fälle von afrikanische Schweinepest seinen schon eine Überraschung gewesen, kommentierte der tschechische Landwirtschaftsminister Marian Jurecka. Auch er vermutet, dass Menschen an der Übertragung beteiligt sind. Der belgische Landwirtschaftsminister Willy Borsus erklärte, jetzt könne sich kein EU-Mitgliedsland mehr sicher fühlen und der gesamte EU-Schweinefleischsektor sei betroffen. (Mö)  
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