Ausgleichszahlungen

Sicherheitsnetz in den USA greift


Etwa die Hälfte aller 1,7 Millionen Farmen in den USA erhalten nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) demnächst Geld aus dem Agrarhaushalt. Die Auszahlung stammt aus den 2014 mit der Farm Bill eingeführten Programmen "Agriculture Risk Coverage" (ARC) oder "Price Loss Coverage" (PLC), die beide ein Sicherheitsnetz bei Preisrückgängen im Ackerbau bieten.

Programme zur Wahl
Die Farm Bill 2014 besiegelte das Ende von Direktzahlungen, die angesichts von Rekordgewinnen für Landwirte in der Öffentlichkeit kaum noch vertretbar waren. Seither können US-Farmer zwischen Agrarprogrammen wählen, die je nach Risikobereitschaft eine unterschiedlich hohe Einkommensabsicherung bieten. Für diese Programme gelten Obergrenzen von 125.000 US-$ pro Landwirt oder 250.000 US-$, wenn es sich um ein Ehepaar handelt. (db)
"Anders als die alten Direktzahlungs-Programme, in denen Farmer in guten wie in schlechten Jahren Geld erhalten haben, bietet die Farm Bill 2014 ein neues Sicherheitsnetz, das nur dann greift, wenn Marktkräfte oder widriges Wetter unerwartete Preis- oder Einkommensrückgänge auslösen", erklärt US-Agrarminister Tom Vilsack das Prinzip.

Sein Ministerium hat zum Beispiel errechnet, dass im Vermarktungsjahr der Ernte 2014 der Maispreis um 30 Prozent unter den ermittelten historischen Durchschnittspreis gefallen ist. Auch die Notierungen für Soja und Weizen haben Schwellen unterschritten, bei denen Ausgleichszahlungen ausgelöst werden. Insgesamt hat Vilsack aus den beiden Programmen ARC und PLC fast 4 Mrd. US-$ freigegeben, die ab November zur Auszahlung kommen. In den kommenden Monaten können noch Beträge für kleinere Kulturen hinzukommen, sobald das USDA die relevanten Preise ermittelt hat. (db)
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