Pilotprojekt

Silofolien aus Pflanzen im Test


Eine Folie aus nachwachsenden Rohstoffen könnte schon bald Kunststofffolien ersetzen, die derzeit in der Landwirtschaft zur Abdeckung von Silos verwendet werden. Im Bayerischen Straubing starteten jetzt Praxisversuche unter Freilandbedingungen. Dabei werden mehrere Rezepturen für eine spritzbare, selbsthaftende und umweltfreundliche Silo-Abdeckung getestet, die das Straubinger Technologie- und Förderzentrum (TFZ) für Nachwachsende Rohstoffe in mehrjähriger Forschungstätigkeit entwickelt hat. Sie bestehen im Wesentlichen aus Pflanzenöl und Naturkautschuk. „Die Laborversuche waren vielversprechend und lassen erhebliche Vorteile für Umwelt und Praxis erwarten“, sagte der bayrische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU).

Nun müssen sich die patentierten Rezepturen unter realen Bedingungen bewähren. Es soll untersucht werden, ob die Abdeckungen witterungsbeständig und wirtschaftlich sind. Auch soll geprüft werden, ob sie sich nach ihrer Nutzung als Tierfutter oder Substrat für Biogasanlagen eignen. Wenn die Praxistests erfolgreich verlaufen, biete das neue Produkt zahlreiche Vorteile, so die TFZ-Forscher. Das Spritzverfahren sei nicht nur viel umweltfreundlicher als die herkömmlichen Folien, es verringere auch Arbeitsaufwand und Unfallgefahr und mache zudem die zum Beschweren der Folien notwendigen Sandsäcke überflüssig. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium fördert die Praxistests mit rund 390.000 €. (SB)
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