Genmais

Smartstax verfehlt Mehrheit

Im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit bekam gestern die GV-Maissorte von Monsanto nicht die notwendige qualifizierte Mehrheit für die Einfuhr in die EU. In den kommenden Wochen müssen die EU-Mitgliedstaaten deshalb im Berufungsausschuss erneut abstimmen.

Wie bei der Genehmigung von GVO üblich, könnte die EU-Kommission am Schluss ohne Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten die Entscheidung treffen. Smartstax ist eine Kreuzung von mehreren bisher in der EU schon genehmigten GV-Maissorten von Monsanto und Dow Agro Science (MON 89034×1507×MON88017×59122).

Der GV-Mais ist gegen zwei Herbizide resistent und bildet sechs verschiedene Bt-Insektengifte aus. Nach der Zulassung wären Futtermittelimporte aus den USA mit geringerem Risiko verbunden, da Smartstax dort schon großflächig angebaut wird.

Gentechnikgegner bemängeln, dass die Europäische Lebensmittelüberwachungsbehörde (Efsa) Wechselwirkungen von verschiedenen gentechnischen Ereignissen unzureichend untersucht habe. Außerdem sei die Kombination von verschiedenen GV-Ereignissen nur schwer mit den üblichen Analyseverfahren nachzuweisen. (Mö)
stats