„Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig und es ist äußerst wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts war.“

Nur noch die Worte „äußerst wahrscheinlich“ lassen ein Schlupfloch für diejenigen, die glauben, der Klimawandel sei nicht „Mensch-gemacht“. Bei der zweiten diskutierten Frage, ob es wirklich eine Erwärmung des Weltklimas gibt, scheinen die Fachleute des Weltklimarates Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in ihrem Abschlussbericht keine Zweifel zu lassen.

Und in einem anderen Punkt sind sich die Experten einig: Ohne sofortiges entschlossenes Handeln droht eine tiefgreifende und nicht umkehrbare Veränderung des Weltklimas. Ohne zusätzliche Treibhausgasminderung – über die bisherigen Maßnahmen hinaus - wird die Erwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts weltweit zu einem hohen bis sehr hohen Risiko für irreversible Klimafolgen.

Der Bericht gilt als Vorlage für das im kommenden Jahr in Paris geplante Klimaabkommen und die damit folgende Diskussion um Treibhausgaseinsparungen. Die Bundesregierung nennt den Bericht “alarmierend und ermutigend”. Sie will Anfang Dezember über zusätzliche Maßnahmen zur Emissionsreduktion entscheiden. Die Naturschutzorganisation BUND sieht in dem Bericht einen klaren Handlungsauftrag an die Bundesregierung. (hed)
stats