Bayern

Soja wird weiter ausgelistet


Dazu hat Brunner jetzt am staatlichen Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Geflügelhaltung in Kitzingen einen Fütterungsversuch initiiert. Er soll klären, ob in der Hähnchenmast das als Eiweißlieferant üblicherweise eingesetzte Sojaschrot durch heimische Futtermittel wie Erbsen, Ackerbohnen oder Rapsschrot ersetzt werden kann.

Das Projekt ist Teil des 2011 gestarteten bayerischen Aktionsprogramms „Heimische Eiweißfuttermittel“, mit dem der Minister die Verwendung von Import-Soja verringern und so einen Beitrag zur Erzeugung gentechnikfreier Lebensmittel leisten will. In der Rinderhaltung gibt es laut des Landwirtschaftsministeriums erste Erfolge: Hier sei in den vergangenen vier Jahren der Anteil von importiertem Sojaschrot um 37 Prozent zurückgegangen.

Bei Geflügel sei ein ähnlicher Erfolg sehr viel schwieriger zu erreichen, weil die Tiere höhere Ansprüche an die Zusammensetzung des Futters stellten, so das Ministerium. Die Versuchsreihe soll deshalb zeigen, wie sich unterschiedliche Anteile alternativer Futtermittel auf Gewicht, Wasserbedarf und Gesundheit der Masthähnchen auswirken. Die Ergebnisse sollen in drei Monaten veröffentlicht werden. (mrs)
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