Gesellschaft

Sorge um Akzeptanz der Landwirtschaft

Der Landwirtschaft in Deutschland drohe der Verlust ihrer "license-to-operate", bemerkte von dem Bussche im Rahmen einer Diskussion über Zukunftsaufgaben der weltweiten Agrarproduktion. Dem hierzulande anhaltend wachsenden gesellschaftlichen Druck auf die Produzenten müsse entschiedener begegnet werden, forderte er. Der Sektor dürfe nicht zulassen, dass aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Umfeldes vermeintliche Experten unangemessene und häufig einseitige Forderungen an die Landwirtschaft stellen.

Aus seiner vierzigjährigen Praxis könne er berichten, dass sich in diesem Zeitraum die Erträge verdoppelt hätten und gleichzeitig die Aufwendungen für Pflanzenschutz- oder Düngemittel gesunken seien, so von dem Bussche. Dieser richtige Weg könne auch weiterhin nur durch entsprechende Fachkompetenz verfolgt werden. Tatsächlich müssten auch in einigen Punkten reale durch die Landwirtschaft verursachte negative Wirkungen beseitigt werden, beispielsweise die in einzelnen Regionen bestehende Überversorgung mit Stickstoff. Dies werde auch gelingen, zeigt er sich zuversichtlich. Doch Voraussetzung für konstruktive Lösungen sei die grundsätzliche Akzeptanz von Politik und Öffentlichkeit für effiziente Formen der Landwirtschaft. (jst)
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