Ferkelkastration

Sorge vor gespaltenen Märkten


Das Thema Kastration bewegt Fachwelt und Marktbeteiligte. Mehr als 200 Vertreter der von neuen gesetzlichen Vorgaben betroffenen Branchen diskutieren das Thema heute im Rahmen einer Fachveranstaltung am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin.

Abschläge für Eber

Im Kreis der Erzeuger besteht zunehmend Sorge, dass schon sehr bald gespaltene Märkte für männliche und weibliche Ferkel entstehen könnten. Bereits heute gebe es in der Mast die Tendenz zu Abschlägen für angelieferte Eber, hieß es in der Diskussionsrunde aus Erzeugern und Vermarktern. Besondere Schwierigkeiten seien in Süddeutschland zu erwarten, äußerte Franz Beringer von der Erzeugergemeinschaft Oberbayern für tierische Veredelung. Es gebe starke strukturelle Differenzen auch in der Vermarktung der Tiere.

Die überwiegend klein strukturierten Branchen in Süddeutschland sehe er durch die anhaltend unklare Situation in der Existenz bedroht. Die Ebermast als Alternative scheide in Süddeutschland de facto aus, sagte Beringer. Dringend notwendig seien daher zielführnde Empfehlungen für einheitliche Behandlungen der Tiere. (jst)
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