Die Stromtrasse zwischen Santa Llogaia und Baixàs verdoppelt die Kapazität des Stromverbunds zwischen beiden Ländern von 1.400 Megawatt auf 2.800 MW. Das Projekt wurde von der Europäischen Union mit 255 Mio. € gefördert. An der Einweihung der Stromtrasse zwischen Santa Llogaia und Baixàs nahmen heute unter anderem der EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, Miguel Arias Cañete, der spanische Premier Mariano Rajoy und der französische Premierminister Manuel Valls teil.

Mit der Trasse wird das Stromnetz der iberischen Halbinsel an andere Energiemärkte in Europa angebunden. Maroš Šefčovič, der Vizepräsident der Europäischen Kommission zuständig für die Energieunion, erklärte der Verbund verringere die Abhängigkeit der EU, erhöhe die Wettbewerbsfähigkeit und erleichtere den Übergang zu einer Wirtschaft mit niedrigem CO2-Ausstoß.

Cañete zeigte sich erfreut über dieses Zeichen der Entschlossenheit, in Europa einen vollständig integrierten Energiemarkt zu schaffen. Die höhere Verbundkapazität erleichtere die Weiterleitung von aus erneuerbaren Energieträgern erzeugtem Strom auf dem europäischen Markt und stärke die Zuverlässigkeit des europäischen Stromsystems. Er kündigte an: „Die Juncker-Kommission wird sich weiterhin unermüdlich für die Integration der europäischen Energiemärkte einsetzen, damit unsere Bürger, Haushalte und Unternehmen mit sichererer, sauberer und billigerer Energie versorgt werden können."

Die Gesamtkosten der Trasse mit einer Länge von 64,5 km beliefen sich auf 700 Mio. €, wovon die EU im Rahmen des Europäischen Energieprogramms zur Konjunkturbelebung 255 Mio. €.

Im Oktober 2014 hatte der Europäische Rat alle Mitgliedstaaten aufgefordert, bis 2020 den Verbund von mindestens 10 Prozent ihrer installierten Stromerzeugungskapazität zu erreichen. Dies bedeutet, dass jeder Mitgliedstaat seine Stromleitungen so auslegen sollte, dass mindestens 10 Prozent des in seinen eigenen Kraftwerken erzeugten Stroms grenzüberschreitend in Nachbarländer weitergeleitet werden kann. (brs
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