Zuckermarkt

Spanier sehen Quotenende als Chance

Die beiden einzigen spanischen Zuckererzeuger Azucarera und Acor erklärten ihre Sicht jetzt gegenüber der heimischen Presse. Gegenüber der spanische Zeitung La Opinion de Zamora
räumten beide Unternehmen zwar ein, dass mit dem Wegfall der Quote eine steigende Konkurrenz aus den nördlichen EU-Mitgliedstaaten wie Frankreich und Deutschland sowie eine Verstärkung der Preisschwankungen auf dem Zuckermarkt zu erwarten seien.

Gleichzeitig bestünde aber eine große Zuckernachfrage auf dem Weltmarkt und der Zuckerkonsum in Spanien sei mit jährlich 1,3 Mio. t weitaus größer als die aktuelle heimische Produktion an Rübenzucker. Azucarera erwartet, die jährliche Gesamtproduktion
an Rübenzucker bis 2020 auf 650 000 t steigern zu können - aktuell sind es rund 380 000 t.
Acor wiederum plant eine Erhöhung um 60 000 t auf 180 000 t. Dazu wollen beide Zuckererzeuger nach eigenen Angaben umfangreich in die Produktion investieren. Ansatzpunkte seien hierbei die Nutzung von Solarenergie und die Senkung des Wasserbedarfs, etwa durch ein verändertes Düngemanagement und Innovationen in der Genetik der Zuckerrübe. (mrs)
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