Schleswig-Holstein

Spekulationen um Agrarressort

Robert Habeck, Bündnis90/Die Grünen
-- , Foto: Dennis Williamson - www.williamson-foto.de
Robert Habeck, Bündnis90/Die Grünen
In den nächsten Tagen sollen die Sondierungsgespräche der politischen Parteien zur Bildung der Landesregierung in Schleswig-Holstein beginnen. Ob und in welcher Funktion jedoch der amtierende Umwelt- und Agrarminister Robert Habeck an der Regierung beteiligt sein wird, muss zunächst offen bleiben, heißt unter Agrarpolitikern in Berlin. Denn angesichts des anhaltenden Umfragetiefs für die Partei Bündnis90/Die Grünen auf Bundesebene sei nicht ausgeschlossen, dass Habeck an prominenter Stelle in der Bundespolitik auftauchen könnte.

Robert Habeck
Der Politiker zog 2009 über die Landesliste in Schleswig-Holsteinischen in den Landtag ein. Von 2009 bis 2012 war der in Lübeck geborene Habeck Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen im Landtag Schleswig-Holstein. Seit der Landtagswahl 2012 ist er stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländlichen Raum.

Koalitionsverhandlungen

Sollte Habeck dagegen in der Landespolitik verbleiben, könne erwartet werden, dass er sich im Rahmen der Koalitionsverhandlungen auch für die Führung eines anderen Ministeriums als das der Umweltpolitik ins Gespräch bringt. "Es ist jedenfalls spürbar, dass unter den wahrscheinlichen kleinen Partnern in einer möglichen 'Jamaika-Koalition' aus CDU, FDP und Bündnis90/Die Grünen der Preis für eine Beteiligung stündlich steigt", so ein führender Vertreter des Bauernverbandes Schleswig-Holstein gegenüber agrarzeitung.de.

Ebenfalls als realistisch erscheint in politischen Fachkreisen eine Übernahme des Agraressorts durch das überraschend benannte Mitglied im Kompetenzteam der CDU, den Kieler Agrarwissenschaftler Prof. Friedhelm Taube. Der FDP werden dagegen keine Ambitionen auf das Agrarministerium nachgesagt. Die "Jamaika-Koalition"  in Schleswig-Holstein gilt derzeit als wahrscheinlichste Option für eine Regierungsbildung. Doch auch andere Bündnisse sind vorläufig nicht ausgeschlossen. (jst)
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