Großbritannien

Spekulationen um den Brexit

"Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Exit vom Brexit eintritt liegt nach meiner Meinung jetzt bei 60 Prozent mit zunehmender Tendenz", heißt es in einem Informationsschreiben des Chefvolkwirts der Bremer Landesbank (BLB), Folker Hellmeyer. Für die anstehenden Brexit-Verhandlungen sei die politische Gemengelage kontraproduktiv. Auch verdunkele sich der Horizont für die britische Wirtschaft "sportlich", heißt es in dem Schreiben. 


Zurückhaltend äußert sich die DZ-Bank in ihrer Stellungnahme. Festhalten lasse sich zweifelsfrei, dass das das eigentliche Ziel der Premierministerin Theresa May, nach den Wahlen gestärkt in die Brexit-Verhandlungen  zu gehen, nicht erreicht worden sei, so die DZ Bank. Jedoch seien hierfür im Wesentlichen innenpolitische Themen und Fehler im Wahlkampf die Ursachen. Aufkeimende Spekulationen über ein erneutes EU-Referendum halte die DZ-Bank derzeit jedoch für überzeichnet, heißt es in der Stellungnahme.


Die ersten Verhandlungen zum Brexit sollten am 19. Juni 2017 beginnen. Für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft ist Großbritannien ein wichtiger Absatzmarkt. Besonders in der Milch- und Fleischwirtschaft sowie im Agrarhandel werden die Entwicklungen im Zusammenhang mit einem möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU daher von Beginn an mit Sorge verfolgt. (jst)



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