Tierhaltung

Spiller behält Positionen bei

Der Gastbeitrag „Tierhalter härter kontrollieren!“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat zu heftigen Protesten unter Landwirten und auch Studenten der Universität Göttingen geführt. In der FAZ vom 13. Januar hatte der in Göttingen lehrende Agrarökonom Prof. Achim Spiller die Kontrollverfahren in der Tierhaltung kritisiert und als unwirksam bezeichnet. „Nicht selten wissen die Landwirte am besten, wo und wie getrickst wird“, so Spiller. Tierhalter würden Kontrollen gezielt umgehen, so der pauschale Vorwurf.

Belege fehlen

Zusätzlich zu einem Protestbrief veranstaltete die Fachschaft Agrarwissenschaften gemeinsam mit Spiller am Montag dieser Woche eine öffentliche Podiumsdiskussion in der Universität. Rund 200 Studenten, Universitätsmitarbeiter und Veterinärmediziner kritisierten Spiller scharf für die ihrer Meinung nach nicht belegbaren Vorwürfe, erfuhr die agrarzeitung (az) aus Teilnehmerkreisen. Doch Spiller sei bei seinen Positionen geblieben. Er habe lediglich die Aussage der Titelzeile als „etwas unglücklich“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass der FAZ-Artikel verkürzt sei. 


Kontroverse bereichert

Auch kontrovers geführte Diskussionen zwischen Professoren und Studenten gehörten zur wissenschaftlichen Diskussionskultur und seien für die Lehre überaus bedeutend, heißt es von den Göttinger Studenten im Anschluss an die Veranstaltung. Über weitere Diskussionen werde nachgedacht, denn einige Punkte seien unbeantwortet geblieben, so die Studenten. (jst)


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