Auch im vergangenen Jahr wurden wieder Tausende Lebensmittelproben daraufhin geprüft, ob Bestandteile von GV-Pflanzen vorhanden sind. Finden die Kontrolleure derartige Spuren, die in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen sind, sind die entsprechenden Erzeugnisse nicht verkehrsfähig. Sie müssen vom Markt genommen werden, unabhängig davon, wie viel festegestellt wurde.

Handelt es sich um gentechnisch veränderte Organismen (GVO), müssen die Kontrolleure prüfen, ob die Kennzeichnungsvorschriften eingehalten wurden. Bis zu einem Schwellenwert von 0,9 Prozent dürfen zufällige, technisch unvermeidbare Bestandteile enthalten sein.

Nach den Ergebnissen aus zehn Bundesländern bestätigt sich der Trend der letzten Jahre. Bei 1.100 sojahaltigen Lebensmitteln wurden in etwa 23 Prozent GV-Spuren gefunden. Bei 800 Maisprodukten waren etwa 6 Prozent GV-positiv. Verstöße gegen die Kennzeichnungsverordnung waren im vergangenen Jahr aber eher die Ausnahme.

Spuren über 0,9 Prozent wurden etwa in Sojalecithin in einer Schokolade gefunden, in gefüllten Teigwaren sowie in Mais-Chips philippinischer Herkunft. Spuren von nicht zugelassenen GV-Pflanzen wurden in Reis und in Senf entdeckt. In Hamburg wurde eine Papaya-Probe als gentechnisch verändert identifiziert. In einigen Honigproben aus nicht EU-Ländern wurden Spuren von GV-Soja und -Raps gefunden. (hed)
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