Welternährung

Staaten öffnen ihre Agrardaten


Aktionspläne, um relevante und zuverlässige Daten allgemein verfügbar zu machen, sind bei einer internationalen Konferenz in Washington beschlossen worden. Von Montag bis Mittwoch haben Agrarmarkt- und Datentechnologieexperten aus den in der G-8 vertretenen führenden Wirtschaftsnationen diskutiert, wie solche Informationen auch für Entwicklungsländer bereitgestellt werden können.

Alle beteiligten Länder wollen staatliche Datensätze allgemein zugänglich machen, heißt es in der am Mittwoch verbreiteten Abschlusserklärung. Außerdem verpflichten sich die G-8, den Aufbau entsprechender Kapazitäten auch in Entwicklungsländern zu fördern, vor allem in Afrika. Dort soll insbesondere die ländliche Statistik verbessert werden.

In Deutschland ist für das Projekt „Open data" besonders die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) gefordert. Sie wird eine Plattform unter den Namen „German Agricultural Open Data Platform for Food Security" errichten. Dort werden verschiedene Datensätze zur Agrarstatistik, zu Geodaten und zu genetischen Ressourcen gebündelt.

Das Treffen in Washington ist nach Angaben der Organisatoren ein erster Schritt in einem langfristigen Prozess. Eine Beteiligung über die G-8-Staaten hinaus ist erwünscht. Außerdem sollen internationale Organisationen und die Privatwirtschaft eingebunden werden.

Gemeinsame Anstrengungen, um mit einer höheren Agrarerzeugung die Welternährung zu sichern, verfolgen die G-8-Staaten gezielt seit 2009. Damals haben sie bei ihrem Gipfeltreffen im italienischen L'Aquila koordinierte Agrarprogramme beschlossen. Zu den G-8-Staaten gehören neben Deutschland die USA, Japan, Großbritannien,  Kanada, Frankreich, Italien und Russland. (db)
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