Die US-Staatsanwälte klagen gegen die US-Umweltbehörde EPA. Sie hatte nach deren Auffassung trotz vorliegender Studien und dem Votum des früheren US-Präsidenten Barack Obama das Pflanzenschutzmittel Chlorpyrifos weiter ohne Auflagen zugelassen. Das Insektzid ist in Getreide und im Obstanbau einsetzbar. Rückstände wurden immer wieder in Kindernahrung und Obst nachgewiesen, melden verschiedene Medien.

Die Vorwürfe richten sich an EPA-Chef Scott Pruitt. Er gilt als Gegner der Umwelt und wurde von US-Präsident Donald Trump eingesetzt. Pruitt soll maßgeblich die Einscheidung der USA, aus dem Pariser Klimaabkommen auszuscheiden, herbeigeführt haben.

Die EPA hat nun 60 Tage Zeit, auf die Ankllage aus den Bundesstaaten zu reagieren. Der Wirkstoff Chlorpyrifos ist unter den Handelsnamen Dursban, Empire, Eradex und Lorsan bekannt. Wichtigster Hersteller ist Dow Chemical. (da)
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