Die Staatsanwaltschaft Münster entlastet den Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV), Johannes Röring, vom Vorwurf der Tierquälerei. Das Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sei wegen eines fehlenden Anfangsverdachts eingestellt. Worden, teilte WLV mit.

„Es freut mich, dass die Staatsanwaltschaft nach gründlicher Auswertung aller verfügbaren Videosequenzen und Aufzeichnungen festgestellt hat, dass es in unserer Schweinehaltung keine Hinweise auf strafrechtlich relevante Zustände gibt. Ich bin vollständig entlastet, die Tierhaltung auf unserem Hof ist in Ordnung. Dies zeigt, unser Rechtsstaat funktioniert“, kommentierte der CDU-Bundestagsabgeordnete die Entscheidung der Staatsanwaltschaft.

Radikale „Tierrechtler“ waren 2015 mehrfach nachts in Ställe des Hofes Röring eingedrungen und hatten dort gezielt Einzeltiere gefilmt. Die Redaktion des NDR-Politmagazins „Panorama“ hatte diese Aufnahmen in ihrer Sendung vom 22. September ausgestrahlt.

Nach der der Sendung hatten die Tierrechtsorganisationen PETA und Animal public sowie einzelne Privatpersonen bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige gegen Röring und dessen Sohn wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz erstattet. Parallel war von Tierrechtsorganisationen, Veganerverbänden in den sozialen Netzwerken eine breit angelegte Kampagne gegen die Johannes Röring wie auch die landwirtschaftliche Nutztierhaltung insgesamt gestartet worden.

Anzeige wegen Verstöße ist auch gegen Helmut Gumpert, bis vor zwei Wochen Bauernpräsident in Thüringen erstattet worden. Das Landesamt habe jedoch keine Ermittlungen eingeleitet. Nach der Veröffentlichung von geheimen Videoaufnahmen der Tierschutzorganisation „Animal Rights Watch“ auf dem Betrieb von Gumpert in Ostthüringen, habe eine Mitarbeiterin ein nicht überlebensfähiges Ferkel „nicht gesetzeskonform“ getötet. Mittlerweile seien die Mitarbeiter auf dem Hof geschult worden, versicherte Gumpert. (SB/da)
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