Pflanzenschutzmittel

Steuerpläne kaum umsetzbar


Vorschläge zur Einführung von Steuern auf Pflanzenschutzmittel erscheinen kaum realistisch, meint der Agrarwissenschaftler Prof. Alois Heißenhuber (Technische Universität München). Grundsätzlich sollten Überlegungen zur Steuerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes jedoch verfolgt werden, sagte er heute auf einer Informationsveranstaltung des Umweltbundesamtes (UBA) in Berlin. Damit nahm Heißenhuber Stellung zu den in jüngster Zeit von der Partei Bündnis 90/Die Grünen entwickelten Vorschlägen. Demnach sollen Einnahmen aus einer Pflanzenschutzmittelsteuer zur Förderung einer ökologisch verträglicheren Landwirtschaft genutzt werden.

Das komplexe und komplizierte Steuerrecht in Deutschland sowie eine erforderliche Abstimmung mit der Europäischen Union schließen diesen Weg nach Ansicht Heißenhubers aus. Der Wissenschaftler plädiert für ordnungsrechtliche Maßnahmen und favorisiert den Einsatz von Pflanzenschutzmittelen auf dem Wege der Zulassung zu minimieren. (jst)
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