Bundesregierung

Stickstoffemissionen in Deutschland zu hoch

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche den ersten Bericht der Bundesregierung zu Stickstoffen in der Biosphäre beschlossen. Dieser zeigt die Folgen und Ursachen hoher Stickstoff-Emissionen für die Gesellschaft auf. Dazu zählen Verbindungen wie Stickstoffdioxid, Lachgas, Ammoniak oder Nitrat.

Der Bericht bestätigt, dass Stickstoffemissionen zu knapp zwei Dritteln in der Landwirtschaft entstehen. Auch Verkehr und Energiesektor tragen deutlich dazu bei. Deshalb müssten alle Ressorts tätig werden, um Stickstoffe in Luft, Böden und Gewässern zu reduzieren. Insgesamt gingen die Emissionen zwischen 1995 und 2010 bereits um 40 Prozent zurück. Gemessen an den UN-, EU- und nationalen Zielen sind die Emissionen jedoch weiterhin zu hoch, heißt es im Bericht. So schätzt die EU-Kommission die Folgekosten EU-weit auf jährlich bis zu 320 Mrd. €.

Einer der wichtigsten Schritte zur Verringerung von Stickstoffen in der Landwirtschaft sei die neue Düngeverordnung, sagte im Kabinett, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Die Verordnung reglementiere die Nutzung von Dünger und sei damit wichtig für das nationale Aktionsprogramm zum Schutz von Gewässern vor Verunreinigung durch Nitrat. Nach Informationen von agrarzeitung.de ist die Veröffentlichung der im März beschlossenen Düngeverordnung im Amtsblatt noch nicht erfolgt. Beratern zufolge, müssen sich Landwirte im Herbst an die Regeln der neuen Verordnung halten. (da)
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