Energiewende

Stillstand bei Gebäudesanierung


Mit einem Anteil von 40 Prozent am gesamten Energieverbrauch in Deutschland stellen Gebäude den größten Posten dar. Eine Umsetzung der Energiewende müsse sich auf diesen Bereich konzentrieren, so Manfred Greis. Als Vertreter der von Industrie getragenen Initiative „Energieeffiziente Gebäude"  beklagte er heute auf den Energietagen in Berlin einen nahezu vollständigern politischen Stillstand auf diesem Sektor. Die in den vergangenen Jahren angekündigten Initiativen zur Gebäudesanierung, beispielsweise durch steuerliche Anreize, seien mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, sagte er. Dabei sei die beschlossene Energiewende in Deutschland die „größte Herausforderung für das Land nach dem zweiten Weltkrieg", so Greis. Er sei jedoch zuversichtlich, das sie bewältigte werde könne.

Einen gewissen Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und bezahlbarem Wohnraum beschrieb eine Vertreterin des Bundesumweltminiszeriums. „Klimaschutz kostet viel Geld", sagte sie. Die Politik sei daher aufgefordert, mit geeigneten Mitteln erhöhte Aufwennungen für den Klimaschutz in Wohngebäuden zu entwickeln. Als Beispeil nannte sie ein „Klimawohngeld", welches die Akzeptanz für den Klimaschutz auch bei sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen erhöhen könne. (jst)


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