Die Stimmung im Agrarsektor in Deutschland, Polen, Großbritannien und Frankreich ist dieses Jahr verhalten. Das zeigt die groß angelegte Studie Trendmonitor Europe der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Die Briten sind insgesamt etwas positiver gestimmt als ihre Kollegen in anderen Ländern, weil sie ihre Exporte durch die Abwertung des Pfundes nach der Brexit-Entscheidung steigern konnten und der niedrige Leitzins Investitionen erleichtert.

Trotzdem eint die Landwirte länderübergreifend Probleme durch die schwierige Lage auf dem Milchmarkt, den niedrigen Getreideerträge und schlechten Qualitäten und den hohen Preisdruck durch die global sehr umfangreiche Getreideernte. Auf dem Schweinemarkt ist die Stimmung zwar etwas besser als im vergangenen Jahr, aber über eine langsame Erholung von den niedrigen Vorjahrespreisen geht die Entwicklung nicht hinaus.

Die Investitionsbereitschaft der Milchviehhalter bleibt, bis auf die in Großbritannien, ebenfalls unterdurchschnittlich. In Deutschland haben auch Schweinehalter und Marktfruchterzeuger vor, in den kommenden 12 Monaten weniger zu investieren als im Vorjahr. Laut DLG hat vor allem in Deutschland die Diskussion über die Verbesserung des Tierwohls und die technische Weiterentwicklung von Gülleausbringung Einfluss auf die Betriebsstrategien von Landwirten. (lm)
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