Flugsicherheit

Strengere Regeln für Drohnen

Auch in der Landwirtschaft sind Drohnen immer öfter im Einsatz.
-- , Foto: Microdrones
Auch in der Landwirtschaft sind Drohnen immer öfter im Einsatz.
Menschen in Deutschland besitzen immerh häufiger eine Drohne. Auch in der Landwirtschaft werden die unbemannten Fluggeräte vermehrt eingesetzt. Doch je mehr Drohnen unterwegs sind, desto höher auch die Risiken.

Um die Sicherheit im Luftraum zu erhöhen, hat das Bundeskabinett eine Neuregelung auf den Weg gebracht. So sieht die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" Flugverbote für sensible Bereiche, Kennzeichnungspflichten und zusätzliche Anforderungen für die Nutzer vor. Damit sollen Abstürze, Unfälle und Eingriffe in die Privatsphäre von Bürgern vermieden werden.

Folgende Regeln sollen in Zukunft gelten:
  • Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme mit mehr als 250 Gramm Gewicht müssen künftig mit einer Plakette gekennzeichnet sein. Damit bei Schäden schnell der Besitzer festgestellt werden kann, müssen darauf Name und Adresse stehen.
  • Unbemanntes Luftfahrtsystem
    Flugdrohnen sind ferngesteuerte Luftfahrzeuge. Unterschieden wird dabei zwischen "Flugmodell" und "unbemanntem Luftfahrtsystem". Wird das Gerät ausschließlich zur privaten Freizeitgestaltung oder als Sport eingesetzt, handelt es sich um ein Flugmodell. Bei sonstigen – insbesondere gewerblichen – Verwendungen ist das Gerät ein „unbemanntes Luftfahrtsystem". In der Landwirtschaft werden Drohnen beispielsweise eingesetzt, um in Feldbeständen Unkraut- oder Krankheitsnester zu finden, die Nährstoffversorgung der Pflanzen zu bestimmen oder den optimalen Erntezeitpunkt festzulegen.
    Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab fünf Kilogramm Gewicht ist künftig eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt. Verlangt wird außerdem eine Art Führerschein.
  • Kenntnisnachweis: Um diesen "Drohnen-Führerschein" zu erhalten, müssen Nutzer eine Prüfung bei einer anerkannten Stelle ablegen - dies soll auch online möglich sein. Vorgesehen ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Die Bescheinigung soll zehn Jahre gelten.
  • Betriebsverbot: Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme unter fünf Kilo dürfen nicht außer Sichtweite geraten. Tabu sind zudem Flüge über sensiblen Bereichen wie Einsatzorte von Polizei und Rettungskräften, Naturschutzgebiete und Menschenansammlungen.

Behörden können Ausnahmen ermöglichen

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dürfen die Drohnen nicht fliegen. Ausnahmen vom Betriebsverbot sollen aber möglich sein. So können die Behörden Flüge zulassen, wenn sie keine Gefahr für Luftverkehr und öffentliche Sicherheit darstellen. „Angemessen berücksichtigt" werden müssen dabei auch Datenschutz, Naturschutz und der Schutz vor Fluglärm. (SB)
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