Premium-Strategie

Stroh-Schweine für Bayerns Kantinen

In bayerischen Großkantinen kommt in Zukunft das Fleisch von „Stroh-Schweinen“ auf die Teller. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) startete das Projekt in München gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie (DIG), Dr. Stefan Hartmann. Beteiligt sind außerdem Kantinenbetreiber von Allianz, Audi, BayernBankett (BayernLB), Linde, MAN, Münchener Rück, Studentenwerk Erlangen/Nürnberg und Versicherungskammer Bayern.

Die Gäste sollen künftig in den genuss von Schweinefleisch aus besonders tiergerechter Haltung kommen. Die Schweine hätten unter anderem mehr Liegeplatz und Stroheinstreu auf dem Boden, teilt das Ministerium mit. Die Liefervereinbarungen mit verbindlichen Abnahmemengen und Preisen sind laut Brunner bereits geschlossen, in den nächsten Tagen sollen die ersten Ferkel eingestallt werden.

In einer stärkeren Ausrichtung auf Premiumprodukte und Spezialitäten sieht der Minister Chancen für die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft. „Wir brauchen neben unserem breiten Qualitätsangebot auch das Premiumsegment“, sagte Brunner. Die Zukunft des Agrarstandorts Bayern liege nicht vorrangig in der Produktion austauschbarer Grundprodukte. Deshalb will der Minister spezielle Wertschöpfungsketten für hochwertige Produkte wie Stroh-Schwein, Rohmilchkäsesorten oder Fleisch aus Bergregionen voranbringen. Vor wenigen Tagen erst hatte Brunner auf der Grünen Woche in Berlin seine Premiumstrategie vorgestellt. (SB)
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