Das Bundeskabinett hat heute eine Novelle der Stromnetzentgeltverordnung beschlossen. Es ergänzte damit seinen bereits gefassten Beschluss nach den Maßgaben des Bundesrats. Während bisher rund 200 besonders energieintensive Betriebe komplett von Netzentgelten befreit waren, müssen sie nun mindestens zehn Prozent der allgemeinen Kosten für den Transport von Strom bezahlen, heißt es bei der Nachrichtenagentur dpa.

Vorraussetzung für diesen Industrierabatt sind ein Verbrauch von 10 Gigawattstunden Strom pro Jahr und die Abnahme von mehr als 8000 Stunden Strom. Werden nur mehr als 7000 Stunden Strom abgenommen, sind 20 Prozent der üblichen Netzentgelte zu zahlen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte zuvor die von Union und FDP beschlossene Komplettbefreiung gekippt und die Änderung notwendig gemacht. (sta)

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