Erneuerbare Energie

Stromumlage steigt wieder an


Anstieg gebremst
Die EEG-Umlage ist ein Bestandteil des Strompreises für Endverbraucher und wird jährlich zum 15. Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis von gutachterlichen Prognosen bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur überwacht deren ordnungsgemäße Ermittlung. Derzeit liegt die Umlage bei 6,17 ct/kWh und steigt für 2016 um rund 0,18 ct/kWh an. Zwischen 2012 und 2014 stieg die EEG-Umlage von 3,59 ct/kWh auf 6,24 ct/kWh deutlich an. (az)
Im kommenden Jahr beträgt die EEG-Umlage 6,354 ct/kWh. „Mit der EEG-Reform 2014 ist es gelungen, die Kostendynamik der vergangenen Jahre zu durchbrechen“, erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Insgesamt prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2016 Auszahlungen an die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 24,7 Mrd. €. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von rund 1,5 Mrd. € gegenüber. Die Vermarktungserlöse gehen den Berechnungen zufolge auch im kommenden Jahr zurück. Dies ist auf den weiter gefallenen Börsenpreis zurückzuführen.

Die Differenz zwischen prognostizierten Einspeisevergütungen und Vermarktungserlösen bildet den wesentlichen Bestandteil der EEG-Umlage. Je niedriger das Börsenpreisniveau ist, desto größer ist die mit der EEG-Umlage zu finanzierende Differenz zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen. (SB)
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