Die Energienachfrage sei jederzeit gedeckt, so dass ein hohes Maß an Versorgungssicherheit gewährleistet sei. Diese Feststellung trifft die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung (18/10708) vorgelegten fünften Monitoring Bericht "Energie der Zukunft". "Auch im internationalen Vergleich gehört Deutschland mit einer konstant sehr hohen Versorgungsqualität zur Spitzengruppe", heißt es weiter.

Wichtigste Stromquelle sind inzwischen die erneuerbaren Energien. Mit einem Anteil von 31,6 Prozent am Bruttostromverbrauch stammte 2015 fast jede dritte Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien. Die Treibhausgasemissionen seien leicht angestiegen und gegenüber 1990 insgesamt um geschätzt 27,2 Prozent gesunken. Gesetztes Ziel ist, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Vor diesem Hintergrund sei es von besonderer Bedeutung, das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 konsequent umzusetzen.

Kühle Witterung führt zu höherem Energieverbrauch

Zur Entwicklung der Strompreise berichtet die Bundesregierung, im Jahr 2015 seien die Strompreise für Haushaltskunden leicht um durchschnittlich 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. 2016 sei ein leichter Anstieg zu verzeichnen gewesen.

Für Industriekunden, die nicht von Entlastungsregelungen profitieren würden, seien die Preise im Jahr 2015 sogar um 2,1 Prozent zurückgegangen. Angesichts der gesunkenen Rohstoffpreise musste auch nicht mehr so viel Geld für Importe bezahlt werden. Die Kosten für den Verbrauch importierter fossiler Primärenergieträger sanken nach Angaben der Regierung von rund 77 auf 55 Milliarden Euro.

Allerdings sei der Primärenergieverbrauch um 0,9 Prozent gestiegen, berichtet die Regierung. Sie führt diese Entwicklung auf das Wachstum der Wirtschaft und auf die kühlere Witterung zurück. Der Endenergieverbrauch im Verkehr habe sich mit einem Anstieg von 1,3 Prozent "weiterhin gegenläufig zu den Zielen des Energiekonzepts" entwickelt. Auch die Treibhausgasemissionen seien leicht gestiegen. (got)
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