Die Energiewende erfordert mehr als 10.000 km neue Hochspannungsleitungen und mehr als 4.000 km zusätzliche Stromnetze für Höchstspannung. Weitere private Grundstücke werden dafür benötigt. Überwiegend handelt es sich um land- und forstwirtschaftliche Flächen.

Eine neue Studie zur Entschädigung von Grundstückseigentümern und -nutzern beim Stromnetzausbau bietet eine Bestandsaufnahme, welche Leistungen bislang in Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern gezahlt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium will die Studie von Frontier Economics und White & Case als Basis heranziehen, um für den künftigen Netzausbau faire Entschädigungen festzulegen.

Die Studie verdeutlicht nach Ansicht des Ministeriums, dass es bereits heute ein breites rechtliches Instrumentarium für Entschädigungszahlungen gibt. Der Ausgleich erfolgt sowohl für aktuelle Nutzungsausfälle als auch für Folgeschäden – in der Regel als Einmalzahlung. Zudem basiert die Entschädigung in mehr als 95 Prozent der Fälle auf Verträgen zwischen Netzbetreibern und Grundbesitzern, sodass es selten zu Enteignungen kommt. Das Wirtschaftsministerium stellt jetzt die Studie bei den Verbänden der Land- und Forstwirtschaft zur Diskussion. (db)
stats