Eine Fütterungsstudie, die von den Initiatoren als das „größte und umfassendste Langzeit-Experiment, das je über GV-Lebensmittel und die damit verbundenen Pestizide durchgeführt wurde“ bezeichnet wird, soll 2015 beginnen. Zwei bis drei Jahre sollen 6.000 Ratten mit gentechnisch verändertem Mais, der zusätzlich mit Herbiziden behandelt wurde, gefüttert werden. Dies wurde am Dienstag in London von „Factor GMO“ mitgeteilt.

Die Kosten für die Studie sollen sich auf 25 Mio. US-$ belaufen. Ein großer Teil sei bereits von Privatpersonen aus Russland und der EU zur Verfügung gestellt worden, teilte die Russian National Association for Genetic Safety (NAGS) mit. Die Organisatoren sicherten vollkommene Unabhängigkeit der Forscher zu. Die Geldgeber sollen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls veröffentlicht werden. Zudem werde ein „Prüfungsausschuss“, bestehend aus drei Forschern, die Studie beaufsichtigen.

Aus Sicherheitsgründen wurde nicht mitgeteilt, wo genau die Experimente durchgeführt werden. Die Studie soll klären, ob gentechnisch veränderter Mais und die Herbizide, gegen die er resistent gemacht wurde, Gesundheitsprobleme wie Krebs, niedrigere Fruchtbarkeit oder Organschäden auslösen können. (az)
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