Studie

Subventionen nur für Umweltleistungen


Die ökonomischen Leistungen der Natur werden in ihrer Bedeutung für Mensch und Gesellschaft systematisch unterschätzt. Das ist das zentrale Ergebnis der zweiten Teilstudie „Naturkapital Deutschland – TEEB DE“, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum ländlichen Raum zusammenfasst. Die Studie liefert viele wertvolle Argumente für eine ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik.

Was bringt Naturschutz ökonomisch? Und wie teuer ist es, auf Naturschutz zu verzichten? Bei diesen Fragen setzt der Naturkapital-Bericht an. Die ökonomische Perspektive soll die Potenziale und Leistungen der Natur sichtbarer machen, damit sie besser in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können. Finanziert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz. Die Studienleitung liegt beim Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

Der Umbruch von Grünland wie Wiesen und Weiden in Ackerland dagegen verursache gesellschaftliche Folgekosten zwischen 440 und 3.000 €/ha pro Jahr. Denn Grünland sei gut für die Artenvielfalt, aber auch für Klimaschutz, Gewässerschutz und die Vermeidung von Erosion. (pio)
stats