EU-Agrarrat

Superabgabe in voller Höhe

Die Kühe geben mehr Milch und der Bauer muss für die Quotenüberschreitung zahlen.
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Die Kühe geben mehr Milch und der Bauer muss für die Quotenüberschreitung zahlen.

Deutsche Milcherzeuger werden mit der vollen Superabgabe für die Quotenüberlieferung 2013/14 zur Kasse gebeten. Die von Deutschland favorisierte Fettkorrektur bei der Endabrechnung hat in Brüssel nicht die erforderliche Mehrheit gefunden.

Stattdessen haben sich die Gegner der Fettkorrektur im Agrarrat durchgesetzt. Insgesamt waren es elf EU-Mitgliedstaaten, die sich für ungekürzte Strafabgaben für die Milcherzeuger im letzten Jahr des Quotensystems stark machten. Die italienische EU-Ratspräsidentschaft beendete daraufhin den Tagesordnungspunkt im Rat.

Vor allem Deutschland, die Niederlande und Österreich hatten bis zuletzt versucht, geringere Zahlungen durchzusetzen. Sie legten ein neues Kompromisspapier vor, im dem umfangreiche Maßnahmen im Krisenfall zugesagt wurden.

Frankreich und andere EU-Mitgliedstaaten hatten verstärkte Eingriffe in den EU-Milchmarkt nach dem Ende des Quotensystems gefordert. Da aber im Kompromisspapier konkrete Zusagen für die Krisenintervention fehlten, wollten Frankreich und seine Verbündeten der Fettkorrektur nicht zustimmen. (Mö)
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