Weidetier-Prämien

Tackmann sieht Defizite


Dies geht aus einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Peter Bleser (CDU), auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsfraktion "Die Linke" hervor. Deren agrarpolitische Sprecherin Kirsten Tackmann hatte gefordert, Weidetierprämien einzuführen.

Weidetierhaltung als "Verliererin" der Agrarpolitik

In der Anfrage vom 21. April 2016 heißt es: „Die Weidetierhaltung, insbesondere von Schafen und Ziegen, ist die Verliererin der aktuellen Agrarpolitik, obwohl sie gesellschaftlich die höchste Akzeptanz geniesst. Ihr Beitrag zum Erhalt des Grünlandes, zur Pflege der Agrarkulturlandschaft und zur Deichsicherung wird nur unzureichend honoriert. Die erhöhten Aufwendungen für den Herdenschutz werden nur teilweise kompensiert." Trotzdem bestehe Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) auf dem Dogma entkoppelter Direktzahlungen und verweigere damit weiter den tierhaltenden Betrieben die finanzielle Unterstützung. In anderen EU-Ländern gäbe es diese Möglichkeit, so Tackmann.

In seiner Antwort äußert das BMEL, dass sich die Bundesregierung seit 2005 und im Rahmen der Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für eine möglichst weitgehende Entkopplung der Prämien stark gemacht habe. Insgesamt seien damit in Deutschland gute Erfahrungen gemacht worden. Daher sehe die Bundesregierung keinen Anlass, ihre bisherige Haltung zu gekoppelten Direktzahlungen zu revidieren, heißt es in dem Schreiben. (jst)
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