Tageskommentar Rohstoffe: Etwas schwächere Tendenzen am Terminmarkt

Die Notierungen an den Warenterminbörsen waren uneinheitlich. Unterschwellig lässt sich eine etwas schwächere Tendenz spüren. Weizen gab in Chicago nach, konnte sich allerdings an der Matif behaupten. Mais notierte schwächer. Auch der Sojakomplex blieb im roten Bereich stecken. Dagegen konnten sich die Rapskurse in Paris von den Vortagsverlusten teilweise erholen. Die Rohölnotierungen gaben nach.
 
Weizen: An der Matif zogen die Weizenpreise zunächst etwas an, konnten ihre Gewinne aber nicht halten und schlossen nur gut behauptet. Die Zahl der offenen Positionen hat sich am Vortag deutlicher erhöht.
In Chicago gab  Weizen ebenfalls seine Notizgewinne wieder ab und schloss nach Verkaufsaktionen der Fonds mit moderaten Kursverlusten. Zunächst gab es Unterstützung durch eine mögliche Korrektur bei der US-Sommerweizenfläche. Nach vorläufigen Erhebungen könnte die Sommerweizenfläche in den USA bis zu 6,7 Prozent gegenüber den offiziellen Zahlen zurückgehen und würde eine Korrektur der US-Weizenernte nach sich ziehen. Die Daten sind jedoch noch mit Unsicherheiten behaftet.
 
Mais: Die Maisnotierungen standen in Chicago erneut unter dem Einfluss spekulativer Verkäufe der Fonds. Die jüngsten Liquidationen haben das Kontraktvolumen in Chicago allerdings nicht signifikant verändert. Auch Befürchtungen, dass die Veredlungsbetriebe weltweit stärker auf Futterweizen statt auf Mais setzen könnten,  drückten auf die Notierungen. Nach Einschätzung von Chicagoer Börsenhändlern deutet sich in der Ukraine eine größere Maisernte als die vom USDA geschätzten 18 Mio. t an. Rückläufige Rohölpreise rundeten die schwächere Stimmung ab.
An der Matif schlossen die Maisnotierungen bei lebhafteren Umsätzen behauptet.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex blieb ohne Anregungen und die schwächere Stimmung setzte sich fort. In den vergangenen elf Tagen haben die Sojabohnen bis auf zwei Börsentagen jeweils im roten Bereich geschlossen. Die Sojabohnen-Futures sollen etwas überverkauft sein und mit schwächeren externen Märkten schlossen Sojabohnen und Sojaschrot mit einem leichten Minus. Nur Sojaöl setzte positive Akzente. Man spricht davon, dass China verstärkt Bohnen in Argentinien kauft.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif zeigten „Stehaufmännchen“-Qualitäten und konnten sich von den vorangegangenen Kursverlusten zumindest teilweise erholen. Die alte Ernte zog bis zu 3,75 €/t an. In Winnipeg notierte Canola-Raps mehr oder weniger neutral.
 
Rohöl: Die Rohölkurse zeigten Schwächetendenzen. Vor allem WTI-Rohöl gab über 1,40 US-$/t nach. Brent Crude Öl konnte sich nur knapp behaupten. Der Dollar legte wieder leicht zu und Hoffnungen, dass die Eurozone ihre Probleme bekommen könnte, sollen die Kurse belastet haben. (St)
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