Tageskommentar Rohstoffe: Exportnachfrage stützt den Sojakomplex

Ein schwächerer Dollar sorgte für eine Erholung bei den agrarischen Rohstoffen. Die Preise für Weizen, Mais und Sojabohnen konnten sich im Vergleich zum Vortag befestigen. Der Sojakomplex wurde zudem durch eine stärke Exportnachfrage unterstützt. Raps hat in Paris zugelegt. Rohöl war ebenfalls fester.

Weizen:
Weizen erholte sich von den Verkäufen am Dienstag und wurde vom wieder schwächeren Dollar unterstützt. Daneben bekamen die Rohstoffmärkte Rückendeckung von den externen Märkten. Allerdings profitierte der Weizen in erster Linie von der Stärke beim Mais. Weizen ist nicht knapp, so die Meinung von Händlern. An der Börse in Paris war die Meinung nicht eindeutig. Allerdings gab es nur kleine Verschiebungen.

Mais: Mais endete am Mittwoch höher als an den Vortagen. Auch hier war der schwächere Dollar eine Hilfe. Der Markt relativierte damit die reflexartige Reaktion auf die Erhöhung des Leitzinses in China. Die Händler behalten den wöchentlichen Exportbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums im Auge, der heute erscheint. Erwartetet werden 650.000 bis 950.000 t. In Paris legte Mais bereits bis Mitte nächsten Jahres ein wenig zu

Sojakomplex: Die Sojabohnen erreichten in Chicago ein neues 14-Monats-Hoch aufgrund starker Exportnachfrage und einer deutlichen Erholung der Rohstoffmärkte. Private Exporte von 180.000 t nach China im Wirtschaftsjahr 2010/2011 wurden genannt. Eine weitere Ankündigung über Exporte von bis zu 1,35 Mio. t erwarten die Händler. Trockenes Wetter bis Ende der Woche lässt erwarten, dass die Ernte in den USA bald nahezu beendet sein wird.

Raps: An der Börse in Paris haben die Rapskurse gestern deutlich bis zu vier Euro je Tonne für den November zugelegt. Auch in Kanada bleibt Canola fest gestimmt. Eine gute Nachfrage am Kassamarkt sowie spekulatives Kaufinteresse waren die Gründe.

Rohöl: Der schwache Dollar hat auch den Rohölmarkt unterstützt. Die Preise stiegen gestern deutlich. Neben der Dollarschwäche sollen auch schwache Vorräte an Rohöl in den USA für die Entwicklung mit entscheidend gewesen sein. Heute Morgen geben die Kurse wieder leicht nach. (dg)
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