Tageskommentar Rohstoffe: Freundliche Stimmung für Weizen hält an


Die Weizennotierungen konnten in Chicago und in Paris erneut zulegen. Mais behielt seinen stetigen Aufwärtstrend bei. Der Sojakomplex gab nach einer wechselhaften Sitzung etwas nach. Für Raps blieb es trotz Notizverlusten der Sojabohnen bei einem Plus. Rohöl setzte seinen Zickzackkurs fort und schloss schwächer.  
 
Weizen: Nachwirkungen des USDA-Reports und Shortabdeckungen ließen die Weizennotierungen an der Chicagoer Börse erneut ansteigen. In weiten Teilen der US-Plains ist die Schneedecke geschmolzen und die Winterweizenbestände sind ungeschützt. In anderen Teilen ist es trocken geblieben. Für die kommende Woche ist in den USA ein Kälteeinbruch mit arktischen Temperaturen prognostiziert und es drohen Auswinterungen.
An der Matif notierte der März 3 €/t im Plus und orientierte sich an festeren Chicagoer Vorgaben. Großbritannien hat in den ersten fünf Monaten des Wirtschaftsjahres mehr als 1 Mio. t Weizen eingeführt, davon 311.000 t aus Deutschland.
 
Mais: Die Maisrally an der Chicagoer Börse hält weiter an. Die Kurse legten erneut etwas zu. Die trockeneren Wetteraussichten für Südbrasilien und Argentinien soll nicht optimal für Mais sein und Analysten halten Abwärtsrisiko für möglich. Allerdings hat das argentinische Agrarministerium seine Ernteprognose für Mais auf 28 bis 30 Mio. t angehoben, nachdem es zuletzt aufgrund der Aussaatverzögerung nur von 24,5 Mio. t Mais ausgegangen war. Die USDA Schätzung vom vergangenen Freitag lag für die argentinische Maisernte bei 28 Mio. t.
An der Matif zogen die Maisnotierungen bei einem etwas lebhafteren Handel bis zu 2,25 €/t an.
 
Sojakomplex: Nach einer wechselhaften Sitzung mit zeitweiligen deutlichen Kursgewinnen schloss der Sojakomplex nach Gewinnmitnahmen im roten Bereich. Für Sojaschrot gab es mit knapp 6 US-$/t die größten Verluste. Spreadgeschäfte von Schrot gegen festeres Sojaöl drückten die Schrotnotierungen. Für Südamerika lassen sich zurzeit noch keine nachhaltigen Wettermärkte installieren. Das trockene Wetter in Argentinien und im südlichen Brasilien tangiert die ausgezeichneten Ernteaussichten noch nicht.
 
Raps: An der Matif  bekamen die Rapskurse die schwächeren Schlussnotierungen der Sojabohnen nicht mehr  mit schlossen im grünen Bereich.  Für die neue Ernte gab es sogar Notizgewinne bis zu 4,50 €/t. Auch die festeren Palmölnotierungen stützen die Kurse. Zum Wochenanfang haben sich die offenen Positionen mit den festeren Kursen an der Matif um mehr als 3.000 Kontrakte abgebaut. In Winnipeg gaben die Canola-Kurse knapp 5 Can-$/t nach.
 
Rohöl: Die Auf-  und Abwärtsbewegungen bei Rohöl halten an. Einem Tag mit Kursgewinnen folgte postwendend eine Sitzung mit roten Schlussnotierungen. Die Notierungen gaben nach, da sich beim Streit um die Schuldenobergrenze der USA keine schnelle Lösung abzeichnet. (St)
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