Tageskommentar Rohstoffe: Internationale Weizennachfrage bleibt lebhaft

Der Aufwärtstrend für Weizen hält unverändert an. Sowohl in Chicago als auch in Paris schlossen die Weizenkurse fester. Für Mais gab es dagegen eine leichte Korrektur der Chicagoer Notierungen. Der Sojakomplex notierte etwas schwächer. Die Rohölnotierungen gaben auf hohem Niveau erneut nach.
 
Weizen: An der Chicagoer Börse schloss Weizen mit leichten Notizgewinnen, konnte aber die Tageshöchstkurse nicht ganz halten. Die lebhafte internationaler Weizennachfrage stützt die Preise. Ägypten hat trotz der instabilen innenpolitischen Lage 170.000 t Weizen in den USA, Argentinien und Australien gekauft. Die Türkei ist auf der Suche nach 300.000 t und der Irak-Tender über 100.000 t ist  noch immer offen. Algerien will 50.000 t Weizen kaufen, hatte aber in den vergangenen Wochen seine ursprünglichen Kaufabsichten kräftig aufgestockt. Man erwartet zudem, dass der Iran und Saudi-Arabien demnächst als Weizenkäufer auftreten. Saudi-Arabien hatte kürzlich erklärt, dass es bis 2013 jeweils 2 Mio. t Weizen pro Jahr kaufen will. Die Weizenverladungen in den USA kommen langsam auf Touren. Für diese Woche wurde 811.000 t US-Weizen für den Export angemeldet.
An der Matif zogen Weizen 3 €/t für den Frontmonat März an.
 
Mais: Für Mais gab es in Chicago eine moderate Kurskorrektur nach unten. Der Markt soll überkauft sein und ein festerer Dollarkurs sowie Gewinnmitnahmen drückten auf die Kurse. Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 676.000 t waren etwas weniger als erwartet. Dafür wurden die Zahlen der Vorwoche auf über 848.000 t nach oben korrigiert.
Auch in Paris war die Stimmung für Mais freundlich und die Kurse zogen 3 €/t für März an.
 
Sojakomplex: Mit moderaten Kursverlusten für Sojabohnen und einem minimalen Rückgang der Sojaschrotnotierungen reagierte die Chicagoer Börse auf die besseren Ernteaussichten in Südamerika. In Brasilien deutet sich eine Rekord-Sojabohnenernte an und die Wettermeldungen aus Argentinien sind aus dem Fokus gerückt. Das Wetter in Südamerika ist zurzeit günstig für die Sojabohnen. Die lebhaften Exportverladungen in den USA halten an. So wurden in den vergangenen beiden Wochen fast 2,8 Mio. t Sojabohnen für den Export angemeldet.
 
Raps: Der Rapsmarkt gibt keine neuen Nachrichten her. Die enge Bilanz hält die Preise hoch und die neue Ernte nähert sich Zug um Zug den Kursen für die alte Ernte an. Der Mai notierte 1,50 €/t schwächer, während die neue Ernte leichte Notizgewinne verbuchte.
In Winnipeg notierten die alterntigen Canola-Futures unter dem Einfluss des Sojakomplexes etwas schwächer, während sich der Preisanstieg für die neue Ernte fortsetzte.
 
Rohöl: Die Rohölmärkte reagierten auf die Entspannung und Beruhigung der Lage Ägypten mit kurzfristigen Notizverlusten. In New York gaben die WTI-Notierungen über 1,50 US-$/Barrel nach. Auch Brent Crude Öl notierte schwächer und fiel unter die Marke von 100 US-$/Barrel. (St)
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