Tageskommentar Rohstoffe: Kleinere Abwärtskorrekturen an den Terminmärkten

In Chicago und an der Matif standen die Notierungen im Zeichen der Konsolidierung. Für Weizen und Mais gab es hüben wie drüben Notizverluste. Auch Raps schloss mit dem Sojakomplex etwas schwächer. Die Rohölnotierungen legten dagegen etwas zu.
 
Weizen: Die Chicagoer Weizennotierungen folgten den zurückgenommenen Maiskursen und schlossen mit überschaubaren Verlusten. Ein etwas schwächerer US-Dollarkurs federte die Abwärtsbewegung ab. Auch an der Matif gab es nicht viel zu holen. Die Kurse schlossen nach festerer Eröffnung für November 2,25 €/t schwächer. Der Irak hat 200.000 Weizen gekauft, davon 100.000 t in den USA. Den Rest liefern Australien und die Ukraine.
 
Mais: Gewinnmitnahmen und größere Verkäufe der Fondsgesellschaften drückten den Mais in Chicago in den roten Bereich. Die kurzfristige Konsolidierung dürfte an der festen Tendenz kaum etwas ändern. Nach bullischen Marktmeinungen sind noch höhere US-Maispreise notwendig, um die Verfütterung von Mais zu reduzieren und die Verfügbarkeit von US-Mais für den Export und für die Ethanol-Produktion zu verbessern. Die EPA hat angekündigt die Ethanol-Beimischung in den USA für neuere Fahrzeugmodelle von 10 auf 15 Prozent anzuheben. Die Erhöhung betrifft aber nur Modelle ab dem Baujahr 2007 und lässt nach Ansicht von Analysten keinen gravierenden Einfluss auf die Maispreise erwarten.  
An der Matif gab es durch die schwächeren US-Vorgaben und gedrückte Weizennotierungen ein Minus von 2,25 €/t für die beiden vorderen Termine.
 
Sojakomplex: Nach unwesentlichen Korrekturen schlossen die Sojabohnen geringfügig im Minus. Gewinnmitnahmen, fehlende aggressive Anschlusskäufe und schwächere Maisnotierungen drückten auf die Kurse. Ein Ende des Aufwärtstrends bei Sojabohnen ist noch nicht in Sicht und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die Novemberbohne die 12 US-Dollar/Bushel oder 440 US-$/t übersteigt.

China bleibt eine feste Bank und hat knapp 300.000 t Sojabohnen in den USA gekauft. Im September haben sich die chinesischen Sojabohnenimporte auf über 4,6 Mio. t summiert und liegen fast 70 höher als im vergangenen Jahr.
 
Raps: An der Matif bewegten sich die Rapsnotierungen lange im Plus, bevor sie gegen Börsenschluss mit etwas rückläufigen Sojabohnennotierungen ins Minus drehten. Die Notizverluste waren minimal, denn die etwas festeren Rohölnotierungen stützen die Kurse.
In Winnipeg notierte Canola-Raps ebenfalls etwas schwächer. Die Erntebedingungen in Westkanada sind gut und die lebhaften Anlieferungen der Farmer halten an.  
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen bewegten sich wieder nach oben und schlossen bei 83 US-$/Barrel. Analysten der Commerzbank können für das derzeitigen Preisniveau allerdings keine fundamentale Gründe ausmachen. (St)
 
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