Tageskommentar Rohstoffe: Leichte Notizverluste durch Konsolidierungen


An den Terminmärkten fehlten kurzzeitig neue Impulse und die Kurse konsolidierten sich. Weizen, Mais und der Sojakomplex notierten etwas schwächer. Auch Raps musste kleinere Notizverluste einstecken. Lediglich die Rohölnotierungen zogen weiter an. Vor dem morgigen USDA-Report lassen sich heute kaum große Bewegungen erwarten.
 
Weizen: Die Prognosen für leicht steigende Temperaturen in Europa unterbrachen die Winterrallye der Weizenpreise. An der Matif notierte Weizen für den Frontmonat geringfügig schwächer. In Chicago gab es ein leichtes Minus für den Weizen. Größere Glattstellungen bestimmten dort das Tagesgeschehen. Die offenen Positionen der Chicagoer Weizenfutures haben sich ziemlich geräuschlos um mehr als 12.000 Kontrakte gegenüber dem Vortag abgebaut. Dadurch hielten sich die Einflüsse eines schwächeren US-Dollarkurses in Grenzen.
In der Ukraine mehren sich die Befürchtungen über größere Schäden an der Weizenernte. Schätzungen zufolge könnte die diesjährige Ernte fast 40 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen.
 
Mais: Auch für Mais fehlten neue Impulse vor dem morgigen USDA-Report. Für die leicht rückläufigen Kurse musste eine schwächere Ethanol-Nachfrage in den USA herhalten. Die Notierungen bewegen sich seit ein paar Tagen seitwärts. Am Vortag gab es ein leichtes Minus. Für die kommende Saison deutet sich in den USA mit 94 Mio. acres (38,07 Mio. ha) die größte Maisanbaufläche seit 1944 an.
In Paris notierte Mais etwas schwächer.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex zeigt sich erneut wechselhaft. Zum Börsenschluss gab es für Sojabohnen und Sojaschrot ein leichtes Minus. Die etwas günstigeren Witterungsbedingungen für die südamerikanische Sojabohnenernte sorgten für leichten Druck. Auf eine bullische Meldung aus Paraguay blieb die Resonanz an der Börse aus. Eine Vereinigung von Sojabohnenanbauen in Paraguay rechnet mit einem gravierenden Einbruch der eigenen Sojabohnenernte auf 4,6 Mio. t. Im Vorjahr hatte Paraguay noch 8,4 Mio. t Bohnen geerntet.
 
Raps: Auch die Rapskurse blieben am Vortag in einer Konsolidierung stecken. Die rückläufigen Kassamarktprämien ließen die Kurse der Matif bis zu 1,75 €/t schwächer schließen. In der Ukraine lässt sich nach Schätzungen von Analysten nach den großen Schäden vom Herbst und Winter nur noch eine Rapsernte von 1,1 Mio. t erwarten.
In Winnipeg löste sich Canola-Raps kurzfristig von den übrigen Märkten und notierte um die 3 Can-$/t fester.
 
Rohöl: Die Rohölkurse ziehen weiter an. Diesmal gab es für WTI mit einem Plus von 1,50 US-$/Barrel die höheren Kursgewinne. Aussagen von US-Notenbankchefs Bernanke lassen weiterhin auf eine Politik des lockeren Geldes schließen und animierten die Anleger. Auch Hoffnungen, dass die ‚unendliche Geschichte‘ über Griechenland irgendwann ein Ende finden könnte, wirkten sich positiv auf Rohöl aus. Die Brent Crude Öl-Notierungen haben sich nur wenig befestigt. (St)
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